Unser Leitbild 2 Häuser / 2 Konzepte
         
 
   

Wir über uns

Wir sind weltanschaulich und konfessionell ungebunden – und leben und arbeiten mit einem humanistischen, christlichen Menschenbild und Urverständnis.

Die Betreuung der Teenagermütter ist in erster Linie intensive Beziehungsarbeit - sich darauf einzulassen bedeutet Engagement. Niemand kann hier einfach „einen Job machen“!

So ist die Teamarbeit ein wesentlicher Bestandteil mit wöchentlichen Teamsitzungen und regelmäßigen fachlichen Supervisionen.

Zur Entstehung der Einrichtung - Sylvia Kruse berichtet:

"Im Jahr 1998 habe ich, Sylvia Kruse, als privater Träger eine Kleinsteinrichtung der Deutschen Jugendhilfe für minderjährige Schwangere und jugendliche Mütter gegründet. In dem alten Pfarrhaus in Lauben war Platz für eine Gruppe von vier jungen Müttern mit ihren Babys. Der damalige Bürgermeister Herr Kerber fand das eine gute Idee: „Wir können nicht allseits lautstark gegen den § 218 wettern, konkret aber nichts tun!“ Er war froh, in seinem Ort ein Hilfsangebot entstehen zu sehen, dem er inhaltlich voll zustimmte. Nachdem auch der Gemeinderat im Ganzen sowie das örtlich zuständige Jugendamt in Sonthofen den Bedarf für unsere Einrichtung gesehen haben, erhielten wir die Betriebserlaubnis der Regierung von Schwaben und nahmen im April 1998 das erste 14-jährige Mädchen auf.

Schon bald nach der Gründung wurde die Notwendigkeit einer intensiven „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ für die 14 – 18 jährigen Mädchen deutlich. Hierbei ist hilfreich und praktisch, dass meine Familie im angrenzenden Haus wohnt und ich somit die Nachtbereitschaft abdecken kann. In den zurückliegenden 12 Jahren sind ungefähr 50 Babys in unserer Einrichtung zur Welt gekommen und haben ihre ersten Lebensjahre in Lauben verbracht!

Für die jungen Mütter, die älter und volljährig werden, ist die Betreuung in dieser Form zu eng. Zur weiteren Verselbständigung brauchen die erwachsenen jungen Mütter einen anderen Rahmen!

Als mein Mann das Haus in Leupolz sozusagen im Vorbeifahren bemerkte und bei näherer Betrachtung für ideal geeignet hielt, nahmen wir Gespräche mit dem Jugendamt der Stadt Kempten auf. Es war wie drei Jahre vorher in Lauben: Meine Idee, ein Mutter-Kind-Haus fürs Allgäu zu gründen, wurde gut aufgenommen. Bei der damaligen Befragung der Nachbarn gab es Verständnis und die Bereitschaft, dieses Haus in Leupolz mit zu tragen.

Einige der jungen Mütter ziehen nach dem engmaschig betreuten Aufenthalt in Haus Lauben zur weiteren Verselbständigung für ungefähr 1 Jahr nach Leupolz. Weitere Bewohnerinnen kommen von extern in unsere Einrichtung in Leupolz. Ein neues Umfeld mit umfangreichen Hilfen ist für viele der erste Schritt in ein neues Leben!

Die Lebensgeschichten der jungen Mütter sind oft von vielen Enttäuschungen, Brüchen im Lebenslauf, schwieriger Kindheit und anderen belastenden Faktoren geprägt. Meist gibt es keine familiäre Unterstützung im Hintergrund und manchmal sind die Frauen auch anonym bei uns, d. h. sie mussten die Verbindungen zu ihren Wurzeln kappen. Allen gemeinsam ist nur eins: Sie haben „Ja“ zu ihren Kindern gesagt! Sie wollen lernen, mit ihrem Leben zurecht zu kommen, den Kindern gerecht zu werden und möglichst „normal“ leben.

Bei uns in Leupolz suchen und finden die jungen Mütter eine neue Perspektive und einen für sie gangbaren neuen Weg. Der ländliche Raum und die Nähe zur Stadt sind ideal! Wir unterstützen die Mütter, so gut wir können und verfolgen die Aufgabe, das Kind in eine stabile Mutter-Kind-Beziehung zu verankern und die Kleinfamilie in die Gesellschaft zu integrieren. Wir haben viele positive Verläufe. Aber wir können nicht erwarten, dass es immer klappt.

In Haus Leupolz haben wir von Anfang an eine hausinterne Kinderstube. Hier werden die Kinder der Bewohnerinnen tagsüber betreut, wenn die Mamas in der Schule, am Ausbildungsplatz oder sonst außer Haus sind. Meist fünf Kinder unter drei Jahren werden hier von 2 Erzieherinnen und einer Vorpraktikantin gefördert und gefordert, umhegt und gepflegt, versorgt und gewickelt - kurz: Ausgezeichnet betreut!

Aktuell möchten wir die Kapazitäten unserer Kinderstube besser nutzen und für 7 Kinder von „außen“ öffentliche Krippenplätze schaffen. Diese Schnittstelle in den öffentlichen Raum hat für beide Seiten Vorteile: Für die Mütter im Haus ergeben sich Kontakte zu „Einheimischen“, die Kinder können Freundschaften zu anderen Kindern im Ort entwickeln. Die LeupolzerInnen profitieren von unserem professionellen pädagogischen Angebot und können ihre Kinder zu Fuß in die Krippe bringen.

Mit einem Team aus Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen haben wir mit der privaten Trägerschaft der beiden Einrichtungen eine Lebensaufgabe übernommen."

 
 
   Impressum    Sylvia Kruse, Hirschdorfer Straße 10, 87493 Lauben
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ehemalige Bewohnerinnen
Die Mütter der Mädchen
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